Ich durfte mir im April einen lang ersehnten Traum erfüllen und einen 2-tägigen Workshop bei einem meiner großen fotografischen Idole Kara Marie Trombetta besuchen. „Women as Art“ – also Frauen als Kunst – war der Titel des Workshops. Und stattgefunden hat er nicht irgendwo, sondern in Mailand. Whoop whoop.

Obwohl der Workshop nun schon wieder eine Woche vergangen ist, sitze ich noch immer mit staunendem Mund, einem vollen Kopf und einem sehr inspirierten Herzen vor meinem Laptop – denn wow, habe ich in den zwei Tagen viel gelernt.

In diesem Workshop ging es um einen für mich kunstvolleren Zugang in der Fotografie. Ich habe gelernt, den weiblichen Körper neu zu sehen – und meine gewohnten Seh- und Fotografie-Muster bewusst zu verlassen.

Kara Marie, meine Workshopleiterin, forderte uns alle auf mit Regeln zu brechen und Dinge auszuprobieren. Ich sollte mich auf „ungewöhnliche“ Körperstellen zu konzentrieren, wie beispielsweise Ohren, Knie, Hände, und den Körper nicht länger nur „vorteilhaft“ zu inszenieren, sondern so kunstvoll und frei wie möglich. Das durfte ich dann gleich beim Fotoshooting mit mehreren Models ausprobieren.

Nach anfänglicher Irritation hat sich etwas verschoben. Ich habe aufgehört, nach der perfekten Pose zu suchen und angefangen, Linien, Kurven und spannende Ausschnitte zu sehen. Plötzlich ging es nicht mehr darum, ob ein Körper einem Ideal entspricht, sondern darum, was ihn interessant macht.

Und genau dadurch konnten Fotos entstehen, die nicht meinem „normalen“ Fotografie-Stil entsprechen, sondern Ausdruck eines kreativen und spielerischen Zugangs sind. In Mailand ging es nie darum, „schöne“ Fotos für das eigene Portfolio zu machen oder Wow-Fotos, um einer Kundin zu zeigen, wie schön und einzigartig sie ist – in Mailand ging es darum, Freude an der Kreativität, am Erschaffen und am anders sehen zu haben.

Diese Fotos zeugen davon:

Women as Art – also Frauen als Kunst – war nicht nur der Workshoptitel und sondern kann durchaus als Statement gesehen werden. Jeder weibliche Körper ist ein Kunstwerk. Also lasst uns das alle gemeinsam zelebrieren.

Bei meiner zweiten Fotogaufgabe konzentrierte ich mich darauf, das Model wie eine Statue zu positionieren und kunstvoll in Szene zu setzen:


Am meisten machte es mir Freude, kunstvolle Ausschnitte zu finden:

Aber nicht nur punkto Fotografie war der Workshop eine echte Bereicherung für mich, sondern auch auf persönlicher Ebene. Ich durfte nicht nur mein fotografisches Vorbild Kara Marie kennenlernen und von ihr lernen, sondern hatte auch die Möglichkeit mich ganz tollen Fotografinnen und Kolleginnen aus aller Welt auszutauschen.

Wir waren so eine nette Truppe, die gut zusammengepasst hat und so haben wir uns täglich getroffen und uns gegenseitig ausgetauscht. Das war unglaublich bereichernd und wunderschön – und nebenbei durfte das alles bei einem Campari Sprizz und superguter Pasta in Bella Italia stattfinden. Was für ein schönes Leben ich doch haben darf!

Ich sage aus tiefstem Herzen Grazie Mille und freue mich schon, wenn ich dir bei einem Fotoshooting zeigen darf, dass auch DU ein Kunstwerk bist!

Alles Schöne, Tina

PS: Hier sind noch ein paar persönliche Einblicke von meinem Kurz-Trip nach Mailand: